Auswertung Umfrage Pastoralraum

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Auswertung Umfrage Pastoralraumrat

Im April diesen Jahres bot der Pastoralraumrat einen Informationsabend zur Umfrage vom Frühjahr 2022 an. Leider mussten wir feststellen, dass das Interesse so gering war, dass dieser Anlass abgesagt wurde. Für alle Interessierten, die nicht kommen konnten, hier nun die schriftliche Auswertung : Auswertung Umfrage Pastoralraumrat

Erfreulicherweise haben an unserer Umfrage 105 Personen teilgenommen – darunter sogar einige Reformierte und auch bereits Ausgetretene. Ihnen ein herzliches Dankeschön!
Gemäss Herrn Hecking vom Bistum, der uns bei der Auswertung professionell unterstützt hat, ist dies ein grosser Erfolg, da vergleichbare Umfragen deutlich weniger Rücklauf erbracht haben. Zudem kann man davon ausgehen, dass nach Gesprächen, z. B. in der Familie, nur eine Person teilnimmt.

Die Antworten bewegten sich in einem sehr breiten Spektrum von (eher) traditionell bis kirchenfern. Aber der Kirche grundsätzlich und ihrem Auftrag (v. a. dem sozialen Engagement, der Vermittlung christl. Werte und der Gemeinschaft) wird eine hohe Wichtigkeit zugesprochen. Deutlich viel dabei die Pflege des geistlichen Lebens ab.

Bei der zweiten und vierten Frage nach der Wichtigkeit von Anlässen und Angeboten, die durch Pfarreien oder kirchliche Gruppierungen angeboten werden, zeigte es sich, dass zwar v. a. die traditionellen Gottesdienste von hoher Wichtigkeit sind, diese aber nur selten besucht werden (v. a. an hohen Feiertagen). Zudem sind den Teilnehmenden weiterhin die sogenannten „Kasualien“ (etwa Hochzeit, Taufe, Kommunion,…) besonders wichtig.

Der Pastoralraum scheint immer mehr in das Bewusstsein der Menschen zu dringen und als wichtiger Weg in die Zukunft gesehen zu werden.

Die Rückläufe bei Frage 14 nach möglichem freiwilligem Engagement in den Kirchgemeinden zeigen deutlich, dass nur wenig Interesse besteht, sich kirchlich zu engagieren.

Résumé und Hinweise von Herrn Hecking für unsere Zukunft im solothurnischen Leimental:

Die Antworten zeigen ein realistisches, nüchternes, z.T. stark ernüchtertes Bild von Kirche. Das ist nicht spezifisch für unseren Pastoralraum, sondern für unsere „Kirche heute“.

Zahlreiche Antworten zeigen überaus berechtigte, jahrzehntelang verfolgte Anliegen & Interessen – und zugleich ein gewisses „Blaming“ (Schuldzuweisung): „Würde Rom, dann …“, „Man sollte …“. Die Herausforderung ist hierbei: Können Betroffene & Ernüchterte (ggf. noch einmal) zu Engagierten & Beteiligten werden?

Rita Wepler, Präsidentin Pastoralraumrat

Auswertung Umfrage Pastoralraumrat